Schulassistenz bei Diabetes Typ 1 sichern statt Familien im Stich lassen!
Wie der Weser Kurier berichtet, ist die Situation für Kinder mit Diabetes Typ 1, die auf eine Schulassistenz angewiesen sind, weiterhin problematisch. Trotz entsprechender Gerichtsurteile übernehmen die Krankenkassen die Kosten nicht. Zwar muss die Bildungsbehörde die Kosten vorläufig tragen, doch bis bei den Betroffenen die Unterstützung ankommt, vergeht oft viel Zeit.
Nelson Janßen, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke, kommentiert: „Es muss endlich eine Lösung gefunden werden, denn es kann nicht sein, dass der gesetzliche Zuständigkeitsstreit auf dem Rücken von Kindern und ihren Familien ausgetragen wird. Kinder mit Diabetes 1, die auf eine Assistenz angewiesen sind, können wochenlang nicht zur Schule oder in die Kita gehen und sind vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. Mehrere Sozialgerichte, zuletzt auch das Sozialgericht in Bremen, haben entschieden, dass die Kosten von den Krankenkassen zu zahlen sind. Diese dürfen sich nicht länger aus der Verantwortung ziehen und müssen so schnell wie möglich mit der Behörde zu einer Einigung kommen. Das ganze Verfahren, bis Eltern eine Assistenz für ihr Kind mit Diabetes Typ 1 erhalten, muss deutlich einfacher und schneller werden. Wir dürfen die Familien nicht im Stich lassen.“

