Fehldiagnosen bei Brustkrebspatientinnen: Geno muss Vertrauen wieder herstellen!

Am Klinikum Bremen-Mitte hat eine Ärztin in der Pathologie Befunde von 34 Brustkrebs-Patientinnen falsch bewertet. Auf Grundlage der Fehldiagnosen haben einige Patientinnen monatelang Chemo- oder Antikörpertherapie erhalten, obwohl dies nicht notwendig gewesen wäre.

Nelson Janßen, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke, kommentiert: „Wir sind sehr bestürzt, die Fehldiagnosen bei den Patientinnen und die daraus folgenden falschen Therapien sind schwerwiegende Fehler, die nicht hätten passieren dürfen. Den Betroffenen sprechen wir unser größtes Mitgefühl aus. Es ist schwer vorstellbar, was sie durch machen mussten und jetzt müssen.“ 

Nelson Janßen fordert eine dauerhafte Systemverbesserung: „Die Geno muss ernsthaft Verantwortung übernehmen und dafür sorgen, dass das Vertrauen in unser Frühwarnsystem und Behandlungssystem für Brustkrebs wieder hergestellt wird. Das bedeutet eine transparente Aufarbeitung, eine umfassende psychologische und medizinische Betreuung sowie angemessene Entschädigung der Betroffenen. Wir erwarten außerdem, dass die Geno so schnell wie möglich eine Hotline einrichtet, damit alle verunsicherten Patientinnen sowie Angehörige schnell und transparent Antworten bekommen, anstatt im Ungewissen zu bleiben. Grundsätzlich muss der Schutz von Brustkrebspatientinnen in den Kliniken ausgebaut und das Kontrollsystem geändert und verbessert werden – zum Beispiel durch ein verpflichtendes Vier-Augen-Prinzip. Es muss jetzt alles dafür getan werden, dass solche Fehler nie wieder passieren und es nicht zu einer Verschlechterung der Versorgungslage oder anhaltenden Verunsicherung in Bremen kommt.“